Geliebt. Getäuscht. Gefunden.



Geliebt. Getäuscht. Gefunden.

Eine deutsch-polnische Mosegeschichte

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Beschreibung

Jan hatte immer geahnt, dass es ein Familiengeheimnis geben musste. Aber worum es dabei ging, wusste er nicht. Zwei Wochen nach dem Tod seines polnischen Papas, einem Pastor, entdeckt Jan bei der Wohnungsauflösung Dokumente, die ihn völlig aus dem Gleichgewicht bringen: Er findet heraus, dass er von seinen polnischen Eltern adoptiert worden ist, dass seine Eltern Deutsche waren und er drei ältere Brüder hat. Gegen Ende des Krieges hatte seine Mutter ihn in Gleiwitz in ein Kinderheim gegeben, weil er erst einige Monate alt war und die Flucht nicht überlebt hätte. Sie wollte ihn nach Kriegsende zurückholen. Aber als der Krieg vorbei war, gehörte Gleiwitz nicht mehr zu Deutschland! Eine polnische Familie, die kinderlos war, entschloss sich, Jan zu adoptieren, weil ihnen gesagt wurde, dass er ein Waisenkind sei. Er wurde ihr Ein und Alles. Drei Jahre später meldete sich die leibliche Mutter per Brief, doch die Adoptiveltern liebten Jan so sehr, dass sie ihn um keinen Preis wieder zurückgeben wollten.
Jan, der Pastor einer freikirchlichen Gemeinde geworden  ist, erfährt das alles erst nach dem Tod seiner Adoptiveltern. Mit Hilfe eines Cousins, der in Deutschland lebt, gelingt es ihm, Kontakt zu seinen Geschwistern aufzunehmen. Die Begegnung mit ihnen ist enorm bewegend, und wie die anderen Bücher von Lidia Czyz wird auch diese deutsch-polnische Mosegeschichte mitreissend geschildert. Man will dieses Buch nicht mehr aus den Händen legen.
  • Artikel-Nr. 204153
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  • ISBN/EAN: 9783038481539
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  • Erschienen/Erfasst: 20-09-2018
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  • Auflage: 1
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  • Format: 13 x 20,5 cm
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  • Seiten: 224
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  • Sprache: Deutsch
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  • Einband: Paperback
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  • Verlag: Fontis - Brunnen Basel
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  • Versandgewicht: 285 g
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  • Abmessung: 129 x 205 x 15 mm

Leseprobe

 

Rezensionen

Anzahl der Bewertungen: 3 | Durchschnittliche Bewertung: 4.3

18.02.2019

Wenn das Rätsel des Lebens erst mit 50 gelöst wird

Dies ist ein seltsames Buch. Es beginnt ziemlich harmlos, fast als Familienidylle. Janek, die Hauptperson des Buches, wächst in einer intakten Familie auf. Seine Eltern sind verantwortlich für eine evangelische Gemeinde in Polen. Sie finden den Jungen in einem Kinderheim für Kriegswaisen, adoptieren ihn auf legalem Weg und schenken ihm eine unbelastete Kinder- und Jugendzeit. Janek ist vor allem von seinem Vater so beeindruckt, dass er später den gleichen Beruf ergreift und ebenfalls Pastor wird.
Durch versteckte Andeutungen von Verwandten oder Bekannten stösst er schon früh auf die Möglichkeit, dass er adoptiert worden sein könnte. Aber "die Situation von adoptierten Kindern war in dieser Zeit nicht leicht. Sie mussten sich oft anhören, dass sie dumm seien, nur weil sie adoptiert waren. Und wenn es deutsche Kinder waren, hatten sie nichts zu lachen. Ihnen wurde das Leben besonders schwergemacht. Sie wurden beschimpft, bespuckt und zum Teil sogar misshandelt. Es war wie ein Brandmal auf der Haut, ein Schandfleck für das ganze Leben. Das wollten dir deine Eltern ersparen", erklärt ihm seine Tante Jahre später.
Als Janek seine Eltern fragt, ob er adoptiert worden sei, bekommt er nur ausweichende Antworten, denn sie wollen unter allen Umständen vermeiden, dass er als "Findling" oder – noch schlimmer – als "deutscher Bastard" abgestempelt und gemobbt wird. Er soll eine von der Vergangenheit unbelastete Kindheit erleben. Janek lässt die Sache auf sich beruhen. Und doch bricht die Frage seiner Herkunft von Zeit zu Zeit wieder auf.
Lange verstand ich nicht, warum ein Pfarrer die Tatsache, dass sein Sohn nicht sein eigener war, so lange geheim halten wollte. Vor allem die Frage der Wahrhaftigkeit seiner Aussagen (auch als Verkündiger des Evangeliums!) beschäftigte mich – ein schwerwiegender Verdacht für einen Geistlichen. Erst nach dem Tod seiner Eltern (Janek ist bereits über 50) kommt Licht ins Dunkel.
Diese Entdeckung macht den letzten Teil des Buches dramatisch. Janek findet hinter einem Bild (!) den vergilbten Umschlag mit den Adoptionsunterlagen. Diese Wende ist für ihn nicht nur ein Hammer, sondern auch die Motivation, sich auf die Suche nach seinen richtigen Eltern zu machen. Er findet sie nicht mehr, sie sind in der Zwischenzeit verstorben. Aber seine Brüder und seine Schwester, von denen er bis vor kurzem keine Ahnung hatte, findet er irgendwo im Westen (leider wird nicht gesagt wo). Diese Begegnung ist für ihn so herzlich und ermutigend, dass der Schmerz über die verlorenen Jahre keine Rolle mehr spielt. Interessant ist der religiöse Unterschied. Janek, in Polen in einem evangelischen Umfeld aufgewachsen, hat schon früh zu einer persönlichen Beziehung zu Jesus Christus gefunden. Für seine Verwandten ist das fremd, denn "wir sind nicht religiös". Aber ihre Offenheit gibt ihm die Gelegenheit, von seinem Geheimnis zu erzählen: von Gottes Liebe, die immer sein Bestes im Auge hatte, auch wenn er ihn nicht immer verstand. Und er findet aufmerksame Zuhörer.

19.01.2019

Gott sitzt im Regiment

Was sind das für Familienverhältnisse bzw. -geheimnisse, wenn ein Mann über fünfzig plötzlich ahnt, dass die Vergangenheit ganz anders ist, als er immer geglaubt hat? Dass er gar nicht der ist, der er zu glauben bisher dachte zu sein?

Lidia Czyz versteht es sehr gut, den Leser abschnittsweise und im interessanten Wechselspiel zwischen Gegenwart und Vergangenheit auf die spannende Reise mitzunehmen, wie das Schicksal (?) eine Familie vor grosse Herausforderungen stellt.
Als ich das Buch las, entwickelte sich von Seite zu Seite, von Episode zu Episode die Spannung: Wie wird Jan, die Hauptfigur der wahren Geschichte, reagieren, wenn die wirkliche Wahrheit ans Licht kommt?

Die Wirrnisse des 2. Weltkrieges, Flucht von Deutschen aus Polen zurück in die Heimat. Das Risiko, ein kleines Kind mitzunehmen. Waisenhaus. Polnische Adoptiveltern. Andeutungen der Dorfbewohner oder manchmal auch der Verwandten.
Und dann die Lösung erst, als der Vater gestorben ist…

Zum Schluss das Happyend, dass der Junge aus dem Waisenhaus dann doch noch seine Familie wiederfindet. Die Eltern nicht mehr, aber wenigsten die Geschwister. Beide Seiten hatten sich diese Begegnung fünfzig Jahre gewünscht.

Beim Lesen tauchen Gedanken auf: Wie würde es mir damit gehen, wenn plötzlich solche (oder andere) Familiengeheimnisse zu verarbeiten sind? Was ist mit dem Glauben an Gott, wenn es lange keine Antworten gibt?

Das Buch ist sehr empfehlenswert, zu lesen. Und es liest sich leicht, weil die Autorin es gut verstanden hat, historische Geschichte und Familienschicksale zu verbinden. Danke dafür!

03.01.2019

Gott sitzt im Regiment!

Was sind das für Familienverhältnisse bzw. -geheimnisse, wenn ein Mann über fünfzig plötzlich ahnt, dass die Vergangenheit ganz anders ist, als er immer geglaubt hat? Dass er gar nicht der ist, der er zu glauben bisher dachte zu sein?

Lidia Czyz versteht es sehr gut, den Leser abschnittsweise und im interessanten Wechselspiel zwischen Gegenwart und Vergangenheit auf die spannende Reise mitzunehmen, wie das Schicksal (?) eine Familie vor grosse Herausforderungen stellt.
Als ich das Buch las, entwickelte sich von Seite zu Seite, von Episode zu Episode die Spannung: Wie wird Jan, die Hauptfigur der wahren Geschichte, reagieren, wenn die wirkliche Wahrheit ans Licht kommt?

Die Wirrnisse des 2. Weltkrieges, Flucht von Deutschen aus Polen zurück in die Heimat. Das Risiko, ein kleines Kind mitzunehmen. Waisenhaus. Polnische Adoptiveltern. Andeutungen der Dorfbewohner oder manchmal auch der Verwandten.
Und dann die Lösung erst, als der Vater gestorben ist…

Zum Schluss das Happyend, dass der Junge aus dem Waisenhaus dann doch noch seine Familie wiederfindet. Die Eltern nicht mehr, aber wenigsten die Geschwister. Beide Seiten hatten sich diese Begegnung fünfzig Jahre gewünscht.

Beim Lesen tauchen Gedanken auf: Wie würde es mir damit gehen, wenn plötzlich solche (oder andere) Familiengeheimnisse zu verarbeiten sind? Was ist mit dem Glauben an Gott, wenn es lange keine Antworten gibt?

Das Buch ist sehr empfehlenswert, zu lesen. Und es liest sich leicht, weil die Autorin es gut verstanden hat, historische Geschichte und Familienschicksale zu verbinden. Danke dafür!
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