Vertrautheit wagen! - Gemeindebau hautnah.



Vertrautheit wagen! - Gemeindebau hautnah.

Und wie die Kirche sexuelle Vielfalt biblisch integrieren kann.

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Beschreibung

Wie lebt ein Christ, der ledig ist? Und darf er homoerotische Gefühle haben, die er dann auch noch nicht auslebt?
Ed Shaw ist Pastor und tut genau das. Was ihn auf den ersten Blick als frommen Sonderling erscheinen lässt, schlägt in Wahrheit die Schneise zu einer Revolution in der christlichen Gemeinde: Mehr Intimität und Vertrautheit wagen. Ed Shaw zeigt, wie Intimität und Vertrautheit zum Ferment einer Kirche werden kann, in der Menschen ein Zuhause finden können bei Gott, bei sich selbst und beieinander. Dabei sind Intimität und Keuschheit Schlüsselworte, die nicht gegeneinander, sondern beieinander stehen und die einen Raum öffnen, in dem heilende Beziehungen gelebt werden können. Dieses Buch hat das Zeug, gängige Vorstellungen christlicher Gemeinden über ein geheiligtes Leben umzupflügen. Dabei formuliert der Autor Fragen und Gedanken, die den liberalen und den evangelikalen Gemeinden gleichzeitig den Atem stocken lassen: Was, wenn wir unsere erste Aufmerksamkeit nicht unseren Gefühlen, unserem Glück oder unserer Tradition zukommen lassen, sondern dem lebendigen Gott?
Theologisch klug und biografisch authentisch führt das Buch seine Leser in eine heilige Unruhe und zur Sehnsucht, mehr Intimität und Vertrautheit zu wagen und die "distanzierte Freundlichkeit in den Gemeinden" aufzubrechen. Eine ganz neue Sichtweise, die verblüfft.
  • Artikel-Nr. 204148
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  • ISBN/EAN: 9783038481485
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  • Erschienen/Erfasst: 20-09-2018
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  • Auflage: 1
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  • Format: 13 x 20,5 cm
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  • Seiten: 192
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  • Sprache: Deutsch
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  • Einband: Klappenbroschur
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  • Verlag: Fontis - Brunnen Basel
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  • Versandgewicht: 287 g
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  • Abmessung: 132 x 205 x 11 mm

Leseprobe

 

Rezensionen

Anzahl der Bewertungen: 3 | Durchschnittliche Bewertung: 5

19.02.2019

Mutig, ehrlich, herausfordernd: für mehr Vertrautheit in unserer Kirche (Gesellschaft)

Noch ein Buch über Bibel und Homosexualität? Noch dazu von einem Pastor?

Ja, unbedingt. Denn Ed Shaw ist mit seiner radikal ehrlichen und entwaffnenden Art etwas gelungen, was nur einem gelingen kann, der als bis in die Tiefe selbst Betroffener schaffen kann: das Plausibilitäts-Problem“ von biblischen Aussagen und Meinungen/Trends in der Gesellschaft nicht nur anzureissen, sondern konkrete und lebbare Lösungen vorzuschlagen.

Was ist das „Plausibilitäts-Problem“? Kurz gesagt: wie kann man in der heutigen Welt einem Menschen, der gleichgeschlechtliche Gefühle hat, verbieten, diese auszuleben. Oder weiter: sind die Aussagen der Bibel (des Neuen Testaments) zum Thema überholt, meinen einen anderen Sachverhalt oder waren halt einfach der Stand damaliger Erkenntnis, den wir heute schon lange hinter uns gelassen haben?

Und so arbeitet sich Shaw durch verschiedene Fehlannahmen, die es in sich haben (Kostprobe gefällig? Dritte Fehlannahme: Wenn du schwul geboren wurdest, kann es nicht falsch sein, schwul zu sein“; Siebte Fehlannahme: Gottgefälligkeit ist Heterosexualität“).

Und das funktioniert nur deshalb, weil Shaw selbst sich als Menschen bezeichnet, der eine von Grund auf gleichgeschlechtliche sexuelle Orientierung hat, die stabil ist und wohl nicht verschwinden wird. Aus der Feder eines Nichtbetroffenen würde vieles hartherzig klingen, mit Shaw leidet man mit, wenn er seine inneren Kämpfe, Zerrissenheit und Abstürze beschreibt.

Was mir besonders gut gefällt: es wird niemand ausgespart. Letztlich sind wir alle herausgefordert, gleich welche sexuelle Orientierung oder Familienstand wir haben, uns dem Anspruch Gottes hinzuhalten. Meine Bedürfnisse, Wünsche, Sehnsüchte sind nicht der Weisheit letzter Schluss und ihre Befriedigung auch nicht – Gott selbst ist es und niemand sonst kann es sein. Diese Erkenntnis in der Verbindung, dass damit kein verbissenes und verknittertes Leben verbunden sein muss, sondern echte Freiheit liegt, sind für mich das Highlight des Buches von Ed Shaw.

20.12.2018

Entlarvt weit verbreitete Überzeugungen unserer Zeit

Ed Shaw gelingt es gut verschiedene, weit verbreitete Überzeugungen unserer Zeit den Wahrheiten aus der Bibel gegenüber zu stellen. Er beschwert sich nicht einfach, sondern zeigt auch Lösungsansätze auf. Dabei wird es sehr konkret, was das für sein Leben bedeutet. Auf den Punkt bringend und unangenehmes nicht auslassend fordert er damit auf Jesus nachzufolgen. Herausfordernd für Menschen in allen Lebenssituationen. Als Vater von zwei Kindern hat mich das Kapitel „Fehlannahme ‚Eine Familie ist Mutter, Vater und 2.4 Kinder‘“ besonders angesprochen. Der Autor fordert heraus Familie erweitert zu denken und Alltag zu teilen. Vertrautheit in einer erweiterten Familie zu wagen – mit einem Gewinn für alle Beteiligten. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre für alle, die sich zu gängigen Überzeugungen unserer Zeit herausfordern lassen möchten!

11.12.2018

ehrlich und radikal

Mich hat das Buch mit seiner ehrlichen und radikalen Sicht sehr beeindruckt. Shaw berichtet von seinen eigenen Erfahrungen als Christ mit gleichgeschlechtlicher Orientierung und wie er trotz dem Schmerz, den sein Zölibat mit sich bringt, total von diesem Weg überzeugt ist, weil Gott sich in der Bibel klar gegen ausgelebte Homosexualität ausspricht.
In vielen Gemeinden wird Ehe und Familie als bester Lebensstil empfunden und das Leben als Single nur als vorübergehende (mühsame) Zeit des Wartens auf eine Ehe erlebt. Shaw erläutert auf eine packende und persönliche Art, warum wir von diesem Denken wegkommen müssen. Gleichzeitig ermutigt er, Gemeinschaft unter Gläubigen zu fördern, bewusst Singles in Familien zu integrieren, füreinander da zu sein und so die schwierige Situation für homosexuell empfindende Christen etwas zu vereinfachen.
Shaw hilft mit diesem Buch nicht nur gleichgeschlechtlich orientieren Gläubigen, an der Bibel festzuhalten, sondern fordert auch alle anderen sehr heraus. Ganz Jesus nachzufolgen bedeutet gerade in Bezug auf persönliche Bedürfnisse, Ehe und Sexualität, dass ich mich meinem Gott in allem unterordne. Er alleine macht mich glücklich und ich darf wissen, dass in allem Schmerz, allem Verzicht und in jeder unerfüllten Sehnsucht eine Ahnung spürbar wird von der Erfüllung aller Bedürfnisse in der Ewigkeit.
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