Muttertier



Muttertier

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Beschreibung

Eine glückliche Mutter ist heute eine Provokation. Sie ist die selbstverständlich gelebte Weiblichkeit. Sie kann Leben schenken und Leben weitergeben. Birgit Kelle, Journalistin und Bestseller-Autorin, kennt dieses Mutterglück mit vier Kindern nur zu gut. Doch: Darf man einfach "nur" Mutter sein? Wie lässt sich Mutterschaft inmitten einer Feminismus-Bewegung leben, die jahrelang dafür gekämpft hat, Frauen von diesem "Mythos", von ihren Männern und auch von den Kindern zu befreien?

"Früher legten wir Karrieren auf Eis, um Kinder zu bekommen. Heute sollen wir unsere Eizellen auf Eis legen, um Karriere zu machen und unsere besten Jahre der Firma statt unseren Familien zu schenken", stellt Birgit Kelle fest. "Aber entgegen jedem Mainstream sind wir immer noch da: Beherzte Mütter. Weibliche Frauen. Wir sind die wahre Avantgarde. Ohne uns kein Leben. Wir sind die Muttertiere - wir spielen keine austauschbare Rolle, wir sind nicht dekonstruierbar, wir sind. Gekommen, um zu bleiben. Wir hüten die Brut, wir verteidigen sie wie Löwinnen. Wir geben ihr Wurzeln und Flügel. Wir lieben sie. Es ist nicht rational, es ist. Wir sind Muttertiere bis zum letzten Atemzug. Und das machen wir gut so."

Birgit Kelle wurde in Siebenbürgen/Rumänien geboren und ist Journalistin, Publizistin und Mutter von vier Kindern. Sie ist Autorin der Bestseller "Dann mach doch die Bluse zu" und "GenderGaga". Kelle schreibt für zahlreiche Print- und Online-Medien, u.a. für den "FOCUS" und "DIE WELT".
  • Artikel-Nr. 204124
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  • ISBN/EAN: 9783038481249
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  • Erschienen/Erfasst: 12-07-2017
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  • Auflage: 2.
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  • Format: 13,5 x 21 cm
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  • Seiten: 240
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  • Sprache: Deutsch
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  • Einband: Leinen
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  • Verlag:
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  • Versandgewicht: 418 g
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  • Abmessung: 138 x 211 x 22 mm

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Rezensionen

Anzahl der Bewertungen: 1 | Durchschnittliche Bewertung: 4

21.08.2017

Ein Buch, das längst überfällig war!

Das ist eine Kampfschrift! Kelle zeichnet ein herausforderndes, aber überzeugendes Bild der Mutter. Nicht über-zeichnet, nicht idealistisch, sondern für jede Mutter erlebbar, wenn sie sich nur Zeit nimmt für ihr Kind. Sie sieht die tödliche Gefahr, wenn Mütter ihre Kinder möglichst schnell weghaben wollen, entweder schon vor der Ge-burt (Abtreibung) oder kurz nachher. Sie verzichten dadurch auf wichtige, ja elementare Erfahrungen für sich selber und das Kind, nur um ihre berufliche Karriere nicht zu gefährden und sich selbst zu verwirklichen. Diese Kurzsichtigkeit hat in späteren Jahren gravierende Auswirkungen für die nächste Generation, die zum Teil jetzt schon sichtbar werden. Dabei ist die Autorin sich schmerzlich bewusst, dass sie als einzelne Mutter gegen die feministische Lobby und die aktuelle Gesetzgebung am kürzeren Hebel sitzt. Deshalb benutzt sie ihre Waffe: sie schreibt – und das ausgezeichnet, spannend, herausfordernd. Sie wird mit diesem neuesten Buch einen Sturm der Entrüstung auslösen, denn die Selbstverständlichkeit, mit der sie zu ihrem Muttersein steht, ist ungewöhnlich. Sie fordert Gegnerinnen aus dem feministischen Lager direkt heraus. Aber durch viele und harte Auseinander-setzungen in Talkshows und anderen öffentlichen Auftritten ist sie sich Opposition gewöhnt und lässt sich davon nicht beeindrucken. Manchmal ist Aggressivität zu spüren, oft wird sie sogar zynisch. Auch scheut sie sich nicht, sogar berühmte Politiker zu kritisieren. Noch nie habe ich ein so starkes Plädoyer für das Muttersein gelesen.
Als Mann waren mir die Veränderungen in der Psyche einer Frau durch die Schwangerschaft nicht so bewusst. Aber Kelles 100%-Überzeugung, dass Muttersein ein erfüllender Vollzeitshop ist, den man nicht zu früh an ande-re Personen oder Institutionen delegieren sollte, ist faszinierend. Sie wundert sich, wie in den letzten Jahren frü-her selbstverständliche Positionen einfach kampflos aufgegeben wurden.
Verblüffend an dem Buch ist, was alles mit dem Ja zum Muttersein zusammenhängt – und wie die Politik (in Deutschland) systematisch die Position der Mutter zugunsten einer neuen ("modernen") Familienpolitik schwächt. Man will die Frauen möglichst rasch von der Familie "befreien", sie dem Arbeitsmarkt wieder zuführen und gibt für die familienexterne Kinderbetreuung grosse Summen aus. Die Autorin weitet ihren berechtigten Protest über die Abwertung des Mutterseins in einem zweiten Teil auf zahlreiche andere Bereiche aus, die das Thema tangie-ren. Dadurch nimmt sie meines Erachtens dem Buch etwas von seiner anfänglichen Stosskraft.
Manchmal habe ich mich gefragt, ob Birgit Kelle nicht eine zu heile Welt der überzeugten Mutter und intakten Familien zeichnet. Sicher, ich glaube ihr, dass sie mit ihren vier Kindern glücklich geworden und ihre Erzie-hungsarbeit gelungen ist. Aber bei wie vielen Kindern aus gut funktionierenden Familien gelingt der Start ins Leben trotzdem nicht. Und wie viele Vollzeitmütter, die auf eine möglichst frühe Eingliederung in die Arbeitswelt verzichtet und sich voll der Familie gewidmet haben, stehen vor den Scherben ihres Glücks? Man wünscht sich das nicht, aber auch dies ist eine Tatsache. Trotzdem war dieses überzeugende Plädoyer von Brigit Kelle überfäl-lig und gibt denen Aufwind, die "Hausfrau und Mutter" nicht als Abwertung, sondern als Kompliment betrachten.
Was ich in diesem Buch, das in einem christlichen Verlag erschienen ist, vermisse, sind eindeutige biblische Be-züge. Kelle vertritt zwar (bewusst oder unbewusst) das Weltbild der Bibel, das sich über Jahrtausende bewährt hat und auch die Angriffe militanter VertreterInnen der Gender-Ideologie überstehen wird. Trotzdem: einige biblische Bezüge hätten dem Buch gutgetan.
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