Duc, der Deutsche



Duc, der Deutsche

Mein Vietnam. Warum die Falschen siegten

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Beschreibung

Uwe Siemon-Nettos Memoirenband Duc, der Deutsche ist eine einzige Liebeserklärung an das südvietnamesische Volk. Der namhafte Medienmann und bekennende Christ berichtete fünf Jahre lang als Reporter über diese geschundenen Menschen, die ihm den Spitznamen "Duc" (der Deutsche) verliehen. Jetzt beschreibt er sie voller Humor und Leidenschaft, erzählt ihre Liebes- und Leidensgeschichten. Uwe Siemon-Netto führt uns zu den Schicksalen all derer, die Opfer der kommunistischen "Befreier" wurden. Unerschrocken sagt er: Die falsche Seite hat gesiegt. Und er stellt mit Blick auf Afghanistan die quälende Frage: Sind westliche Demokratien politisch und psychologisch unfähig, einen langen Guerillakrieg zu einem siegreichen Ende zu bringen?
  • Artikel-Nr. 192024
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  • ISBN/EAN: 9783765520242
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  • Erschienen/Erfasst: 27-02-2014
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  • Auflage: 1.
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  • Seiten: 320
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  • Einband: Klappenbroschur
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  • Verlag: Fontis - Brunnen Basel
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  • Versandgewicht: 575 g
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  • Abmessung: 155 x 227 x 28 mm

Leseprobe

 

Rezensionen

Anzahl der Bewertungen: 1 | Durchschnittliche Bewertung: 3

19.04.2014

Blick in die Vergangenheit ohne Bezug zur Gegenwart

Ich gehöre nicht zu der Generation, deren wilde Jugend mit dem Vietnamkrieg zusammenfiel und habe keine friedensbewegten Zeiten hinter mir. Dieser Krieg ist für mich Geschichte. In den letzten Jahren ist mein Interesse an Vietnam jedoch beständig gewachsen. Wirtschaftlich und politisch aufstrebend, ist dieses Land nach China die Nummer zwei. Aus diesem Grund hatte diese Buchankündigung mein Interesse geweckt in der Hoffnung, das Land im Licht der Geschichte besser zu verstehen.Schon nach wenigen Zeilen ist klar, warum der in den USA lebende Siemon-Netto auf eine beeindruckende Karriere als Journalist zurückblicken kann. Mit wunderbar eloquenter Feder berichtet er von berührenden und erschreckenden Kriegserlebnissen. Er war keiner derjenigen Reporter, die aus der Sicherheit ihrer Hotels Einschätzungen zur militärischen Lage von sich gaben. Er nutzte jede Gelegenheit, um sich vor Ort ein eigenes Bild von den Vorgängen zu verschaffen und sich im Gespräch mit Soldaten, Generälen und Politikern zu informieren. Es sind die persönlichen Begegnungen, die Gespräche, seine Augenzeugenberichte, aber auch militärische Reflexionen, die dieses Buch lebendig machen. Trotzdem stellt sich mir nach der Lektüre des Buches die Frage nach dem Sinn dieser Publikation im deutschen Sprachraum. Es scheint anachronistisch, 40 Jahre nach dem Ende dieses Krieges ein Buch zu veröffentlichen, dessen Bericht mit Siemon-Nettos letztem Besuch in Vietnam im Jahr 1972 endet. Damit ist klar, dass die Frage, wie die blutige Geschichte das heutige Vietnam geformt hat, ausgeklammert ist. Weder wird der Leser über die heutige politische Situation aufgeklärt, noch darf er einen Blick in die (noch immer traumarisierte?) Volksseele werfen. In keinem Exkurs geht er auf die bedeutenden vietnamesischen Auslandsgemeinden (USA, Deutschland etc.) ein. Das Buch bleibt fast vollständig in der Vergangenheit stehen, von einigen wenigen Parallelen zu heutigen Krisenherden (Afghanistan, Irak) abgesehen. Augenzeugen und Historiker werden in diesem Buch Dinge lesen, die ihnen in anderen Quellen vielleicht vorenthalten wurden (Siemon-Netto führt in diesem Buch ausserdem einen - m.E. berechtigten - Kampf gegen ideologisch motivierten Journalismus). Doch so spannend die Erlebnisse zu lesen sind, bleiben trotzdem viele Fragen offen. Der Klappentext, dieses Buch sei eine „Liebeserklärung an das vietnamesische Volk“, ist wahr. Aber es ist eben doch eine Liebe zu den Vietnamesen der Siebzigerjahre und nicht zum Vietnam des 21. Jahrhunderts. Und das ist mir zu wenig.
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