Der Brotmacher



Der Brotmacher

Bäcker. Beter. Unternehmer.
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Beschreibung

Bäcker Plentz backt mehr als kleine Brötchen: Für christliche Werte setzt sich der erfolgreiche Unternehmer mindestens so entschlossen ein wie für Aufsehen erregende Marketingaktionen. Sein Glaube hat ihn in seinem Leben schon in einige brenzlige Situationen gebracht, ihm aber auch bei schweren Entscheidungen geholfen – und aus tiefer Erschöpfung. Mit viel Humor erzählt der vielfach ausgezeichnete „Bäcker der Herzen“, wie er im prall gefüllten Arbeits- und Familienalltag die richtigen Prioritäten setzt.
  • Artikel-Nr. 190696
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  • ISBN/EAN: 9783765506963
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  • Erschienen/Erfasst: 12-02-2019
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  • Auflage: 1.
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  • Seiten: 208
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  • Sprache: Deutsch
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  • Einband: gebunden
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  • Verlag: Brunnen
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  • Versandgewicht: 349 g
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  • Abmessung: 136 x 211 x 21 mm

Leseprobe

 

Rezensionen

Anzahl der Bewertungen: 1 | Durchschnittliche Bewertung: 5

25.03.2019

Ein Bäcker, der Aufsehen erregt

Normale Bäckereien führen – aus meiner Optik – ein eher beschauliches Dasein, vermutlich wegen der Teig-Herstellung und dem Brotbacken. Alles ist auf Langzeit angelegt sind, nichts von Hektik. Man muss warten können, bis ein Brot fertig ist, auch wenn heute in den Supermärkten per Tastendruck sofort ein "frisch gebackenes" (?) Brötchen erhältlich ist.
In "Der Brotmacher" wurde ich eines anderen belehrt. Karl-Dietmar Plentz ist ein erfolgreicher Geschäftsführer eines grossen Unternehmens, das 1877 seinen Anfang nahm. Heute wird eine Filiale nach der anderen eröffnet. Er selber ist sehr innovativ, entwickelt immer neue Ideen und pflegt darüber hinaus unzählige Kontakte nach links und rechts. Er lebt mit klaren Prioritäten. Seine Familie (fünf Kinder) hat für ihn eine hohe Priorität. Die Kirche ist nicht nur Pflicht oder Hobby. Der christliche Glaube ist für ihn die wichtigste Stütze seines Lebens. Seine originelle Art macht ihn zum interessanten Gesprächspartner, auch für Wirtschaftsbosse und Politiker, bis hin zu höchsten Regierungsstellen. Gesellschaftlich gewandt, ein begabter Organisator – ein Allrounder im besten Sinn.
Zu DDR-Zeiten gehörte die Gemeinde Schwante (der Hauptsitz der Bäckerei) zum Bezirk Potsdam. Ich staune, was in dieser "gottlosen" Zeit für erfinderische Köpfe nicht alles möglich war! Kein Jammern über die damaligen Zustände und Hindernisse. Nichts von defensivem Christsein! Die Möglichkeiten, die sich auch überzeugten Christen boten, wurden offensiv genutzt. Eine kreative Idee nach der anderen wurde verwirklicht.
Nicht nur ausgezeichnetes Brot backen und immer wieder Neues erfinden waren Kennzeichen seiner Bäckerei. Als Kern seiner Berufung definierte Karl-Dietmar Plentz, "Leuten etwas anzubieten, was toll schmeckt, aber auch als Christ in der Öffentlichkeit zu stehen, auf Jesus hinzuweisen und Verantwortungsträger zu ermutigen". Bei seinen vielen Projekten erkundigte er sich immer wieder bei Gott, was er dazu meinte. Für ihn waren Verzögerungen beim Ausbau nicht einfach Pannen, sondern Gottes Weg, um noch Besseres zustande zu bringen.
Was ich in einem "Bäckerbuch" nicht erwartet hatte, war der sehr Einblick in das Familienleben bei Plentz. Zusammen mit seiner Frau Agnes haben sie fünf Kinder grossgezogen. "Die Kindererziehung ist wie kaum ein anderer Bereich von einem Gott abhängig, der Gnade schenkt und vergibt", schreibt Karl-Dietmar Plentz im Rückblick. Der persönliche Einblick in seine Familie war für mich eine echte Herausforderung. Manches las ich mit schlechtem Gewissen: So gut wie der war ich selber bei weitem nicht. Er organisierte Partys für seine heranwachsenden Kinder (der Vater an vorderster Front mit dabei), seinen Töchtern stellte er bei der ersten Regel 30 Rosen aufs Zimmer, daneben einen handgeschriebenen Liebesbrief. Grossereignisse wie zum Beispiel die eigene Silberne Hochzeit waren nicht nur für die eigene Familie gedacht, immer wurden auch Freunde, Kunden und Verwandte eingeladen.
Dass diese betriebsame, rastlose Art seinen Preis forderte, erfuhr der Autor bei einem handfesten Burnout, das ihn sieben Wochen ausser Gefecht setzte. Aber auch dies nahm er aus Gottes Hand, der in der verordneten Stille ihm ganz neu begegnete und zu neuen Taten beflügelte. So ist dieses Buch eine grosse Ermutigung für Familienväter, einfache Arbeiter, Unternehmer, ja sogar Pastoren, nicht mit dem Durchschnitt zufrieden zu sein, sondern von Gott noch viel Grösseres zu erwarten.
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